Einschleusung von Ausländern

Als Einschleusung wird die aktive Beihilfe zur unerlaubten Einreise eines Ausländers bezeichnet. Der Helfer wird als Schleuser bezeichnet.

Beispiele hierfür sind der Transport illegaler Migranten nach deren unerlaubter Einreise, oft über die so genannte Grüne Grenze, aber auch mittels gefälschter Ausweise über reguläre Grenzübergänge. Eine weitere Erscheinungsform ist die als Visa-Affäre bekannt gewordene Beschaffung von Visa durch falsche Angaben, unter anderem durch vorgetäuschte touristische Reisen. Dabei handelt es sich jedoch nicht um eine „Einschleusung“ im Definitionssinn.

Teilweise werden eingeschleuste Frauen, vorwiegend aus Osteuropa der Prostitution zugeführt. Soweit dies gegen den Willen der Frauen erfolgt oder sie mit falschen Versprechungen gelockt werden, wird diese Form der Einschleusung als Menschenhandel bezeichnet (siehe Krimineller Menschenhandel).

Die Einschleusung wird nach dem deutschen Strafrecht in den § 96 AufenthG und § 97 AufenthG mit Strafe bedroht. Außerdem wird die Einschleusung in kleinen Fällen (zugunsten von nur einem Ausländer und ohne Gewährung eines Schleuserlohnes (Vermögensvorteil) gemäß § 27 Strafgesetzbuch in Verbindung mit § 95 AufenthG mit Strafe bedroht.

Quelle:

 

Einschleusung von Ausländern (Kommentierung)

Schleuserkriminalität (Tilmann Schott, Lübeck)