Biometrie

Am 22. Oktober 2005 ist die Änderung der Aufenthaltsverordnung in Kraft getreten. 

Es gilt unter anderem folgende Änderung:

Die
Erfordernisse an Passfotos, die in aufenthaltsrechtlichen Verfahren vorzulegen sind, werden an die ab dem 1. November 2005 geltenden passrechtlichen Anforderungen angepasst. Damit gelten für Fotos, die für Aufenthaltsrechtliche Dokumente benötigt werden, dieselben Anforderungen wie für deutsche Pässe, womit verhindert wird, dass Fotos für verschiedene Verwendungszwecke unterschiedlich ausgestaltet sein müssen.

biometrietaugliche Passfotos

Ab dem 01.01.2006 werden Aufenthaltstitel (Etiketten und Trägerformulare) nur noch mit integriertem Passfoto ausgestellt.

Um Verzögerungen bei der Bearbeitung zu vermeiden, sollten Sie in lhrem eigenen Interesse ausschließlich Passfotos vorlegen, die den genannten Anforderungen entsprechen.

Die Anforderungen an das vorzulegende Passfotos entnehmen Sie bitte der Fotomustertafel der Bundesdruckerei. Die Fotomustertafeln sowie weitere Informationen erhalten Sie auch über die Internetseite des Bundesministeriums des Innern.   

Fotomustertafel
weitere Informationen zu Passbildvorgaben

Für folgende Dokumententypen ist die Anwendung der neuen Foto-Mustertafel von der Änderung der Aufenthaltsverordnung abhängig:

·         Aufenthaltstitel (Visa, Aufenthaltserlaubnisse und Niederlassungserlaubnisse),

·         Reiseausweise für Ausländer,

·         Grenzgängerkarten,

·         Notreiseausweise

·         Reiseausweise für Flüchtlinge,

·         Reiseausweise für Staatenlose,

·         Schülersammellisten,

·         Bescheinigungen über die Wohnsitzverlegung,

·         Standardreisedokumente für die Rückführung,

·         Bescheinigungen über die Aussetzung der Abschiebung (Duldungen) und

·         Bescheinigungen über die Aufenthaltsgestattung.

 

Welche Anforderungen allerdings fremde Staaten an Fotos stellen – welche Fotos etwa Deutsche für Visa anderer Staaten benötigen – kann der deutsche Gesetzgeber nicht regeln; Auskünfte kann hierzu nur der betreffende ausländische Staat erteilen.

 

elektronische Reiseausweise (Passersatzpapiere)

Bitte wenden Sie sich rechtzeitig, das heißt mindestens 6 Wochen vor Ablauf Ihres Reiseausweises zur Verlängerung an die Ausländerbehörde.

Aufgrund der Umsetzung der EU-Richtlinie 2252/2004 werden ab dem 28.06.2009 die Reiseausweise für Ausländer, Flüchtlinge und Staatenlose nur noch unter Speicherung von Fingerabdrücken ausgestellt.

Ab Vollendung des 6. Lebensjahres ist daher für die Beantragung die persönliche Vorsprache zwingend erforderlich. Die Fingerabdrücke werden ausschließlich im Chip des elektronischen Reiseausweises gespeichert.

Bitte bringen Sie folgende Unterlagen mit:

  • aktuelles Ausweisdokument (z.B. bisheriger Reiseausweis)
  • ein aktuelles biometrietaugliches Passfoto (ein Fotoautomat befindet sich bei Bedarf in der Ausländerbehörde)
Reiseausweise, die vor dem 01.11.2007 ausgestellt wurden, gelten weiterhin. Wenn Sie also im Besitz eines gültigen Reiseausweises für Flüchtlinge, Staatenlose oder Ausländer sind, müssen Sie nur dann zur Ausländerbehörde kommen, wenn die Gültigkeit Ihres Aufenthaltstitels oder Ihrer Fiktionsbescheinigung abläuft. 

Hinweis:  

Für die Ausstellung oder Verlängerung eines nationalen Passes wenden Sie sich bitte ausschließlich an die Passbehörde oder Auslandsvertretung ihres Staates. Die Ausländerbehörde kann Ihnen bei einem Verlust des Nationalpasses keinen Ersatz ausstellen.

 

Anmerkung:

Aufenthaltstitel, die vor dem 01.01.2005 ausgestellt wurden, gelten weiterhin.

Ausländische Staatsangehörige, die im Besitz eines Aufenthaltstitels (Niederlassungserlaubnis, Aufenthaltserlaubnis), einer Duldung oder Fiktionsbescheinigung sind, müssen bei der Ausländerbehörde nur vorsprechen, wenn Sie einen neuen Reisepass erhalten haben oder die Gültigkeit ihres Aufenthaltstitels, ihrer Duldung oder Fiktionsbescheinigung abläuft.