Aufenthalt für eine Au–Pair Beschäftigung

(Gilt nicht für Unionsbürger und Staatsangehörige von Island, Norwegen, Liechtenstein und der Schweiz sowie für Staatsangehörige von Australien, Neuseeland, Israel, Japan Kanada, der Republik Korea und der Vereinigten Staaten von Amerika)

Au-Pairs sind junge Menschen, die als Gegenleistung für eine begrenzte Mitwirkung an den laufenden familiären Aufgaben (leichte Hausarbeiten, Kinderbetreuung) für maximal ein Jahr in Gastfamilien aufgenommen werden, um ihre Sprachkenntnisse zu vervollständigen und ihre Allgemeinbildung durch eine bessere Kenntnis des Gastlandes zu erweitern.

Für ausländische Staatsangehörige, die nicht Staatsangehörige der EU-Staaten bzw. der EWR-Staaten sind und die im Rahmen eines Au–Pair Aufenthaltes in die Bundesrepublik Deutschland kommen möchten, gelten die  nachfolgend aufgeführten Voraussetzungen:

  • das Au–Pair muss unter 25 Jahre alt sein
  • in der Gastfamilie muss zumindest von einem Elternteil Deutsch als Muttersprache gesprochen werden
  • das Au-Pair verfügt über Grundkenntnisse der deutschen Sprache
  • es darf kein Verwandtschaftsverhältnis zwischen dem Au-Pair und den Gasteltern bestehen
  • Au-Pairs, die aus den Herkunftsländern der Gasteltern stammen, können grundsätzlich nicht in diese Familie vermittelt werden  
  • für die Einreise ist ein Visum erforderlich. Dieses muss das Au-Pair bei einer deutschen Auslandsvertretung (Botschaft oder Konsulat) vor der Einreise beantragen

 

Verfahren:

 

Das Visum muss bei einer deutschen Auslandsvertretung (Botschaft oder Generalkonsulat) beantragt werden.

Dem Einreiseantrag sollten folgende Unterlagen beigefügt sein:

  • Einladungsschreiben der deutschen Gastfamilie bzw. Vereinbarung mit der Au-pair-Vermittlungsagentur sowie Au-Pair-Vertrag
  • Bescheinigung über einen Krankenversicherungsschutz für das Au-Pair

Ggf. können noch mehr Unterlagen verlangt werden, bitte erkundigen Sie sich vorher bei der zuständigen deutschen Auslandsvertretung. Dort finden Sie Informationen über die vorzulegenden Unterlagen sowie die notwendigen Antragsformulare.

 

Die Auslandsvertretung übersendet den Visumantrag an die Ausländerbehörde und fordert eine Stellungnahme an.

1. Die Ausländerbehörde beteiligt die Bundesagentur für Arbeit. Diese überprüft, ob die erforderlichen Voraussetzungen für die Au-Pair-Beschäftigung vorliegen und stimmt dann der Erteilung eines Aufenthaltstitels zum Zwecke der Beschäftigung zu.

2. Es ist erforderlich, dass die Gasteltern eine Verpflichtungserklärung gegenüber der Ausländerbehörde abgeben, damit die Sicherstellung des Lebensunterhaltes des Au-Pairs gewährleistet ist.


Hierfür sind folgende Nachweise vorzulegen:

  • Arbeitsbescheinigung über das ungekündigte Arbeitsverhältnis
  • die letzten 6 Verdienstabrechnungen
  • bei Selbständigen ggf. eine Bescheinigung des Steuerberaters über das bereinigte Nettoeinkommen
  • Mietvertrag oder Nachweis über Wohneigentum
  • Verwaltungsgebühr: 25 €

Nach Abschluss der Prüfung gibt die Ausländerbehörde eine Stellungnahme an die Auslandsvertretung ab. Die Auslandsvertretung entscheidet anschließend über die Erteilung des Visums.


 

Nach der Einreise:
 

Nach seiner Einreise ist das Au-Pair verpflichtet, sich innerhalb einer Woche bei der Meldebehörde anzumelden. Nach der Anmeldung aber vor Ablauf des Visums muss rechtzeitig die Aufenthaltserlaubnis bei der Ausländerbehörde beantragt werden.

 

Die Aufenthaltsgenehmigung erlischt, wenn die Au-Pair-Tätigkeit in der Gastfamilie vorzeitig beendet wird. Ein Wechsel der Gastfamilie bedarf der Genehmigung der Ausländerbehörde.

 

Weitere Informationen, insbesondere zur Ausgestaltung des Arbeitsverhältnisses (Taschengeld, Sprachkurs usw.) erhalten Sie bei der Bundesagentur für Arbeit oder unter untenstehenden Links.

 

Die Aufenthaltsdauer beträgt maximal ein Jahr; Verlängerungen oder wiederholte Au–Pair Aufenthalte sind nicht möglich. Das Au-Pair muss während des Aufenthaltes in der Bundesrepublik Deutschland krankenversichert sein und zur gesetzlichen Unfallversicherung angemeldet werden.


 

Unterlagen für die Beantragung der Aufenthaltserlaubnis:
Elektronischer Aufenthaltstitel (eAT)

Die Auflistung ist nicht abschließend. Im Einzelfall kann darüber hinaus noch die Vorlage zusätzlicher Nachweise erforderlich sein. 

Wechsel von Au-Pair zum Studienaufenthalt

Links:
Au-Pair bei deutschen Familien (Bundesagentur für Arbeit)
Au-pair-Beschäftigung - Information für deutsche Gastfamilien (Bundesagentur für Arbeit)
Verein für internationale Jugendarbeit
Au-pair Bundesarbeitsgemeinschaft IN VIA  (FAQ)
Gütegemeinschaft Au pair e.V.
Ratgeber für Au-Pairs (IN VIA)
au-pair-in-deutschland.de

 

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