Visum für Besuchsaufenthalte (Touristen)
Das Visumsverfahren zum vorübergehenden Aufenthalt

Für die Einreise zu Besuchs- bzw. Kurzaufenthalte ist ein Visum erforderlich (Ausnahme:
Anhang II der EU-Visum-Verordnung).

Sie möchten jemanden zu Besuch einladen, der für die Einreise ein Visum benötigt?
Staatenliste zur Visumpflicht

Das Visum wird von der zuständigen Auslandsvertretung der Bundesrepublik Deutschland (Botschaft oder Generalkonsulat) erteilt.

Die Auslandsvertretungen verlangen für die Erteilung eines Besuchervisums regelmäßig die Vorlage einer formellen Verpflichtungserklärung.

Verpflichtungserklärung:  

Die Verpflichtungserklärung geben Sie gegenüber der Ausländerbehörde ab.

Die Angaben in der Verpflichtungserklärung sind freiwillig. Fehlende Angaben haben möglicherweise die Ablehnung des Visums zur Folge. Vorsätzlich unrichtig oder unvollständig gemachte Angaben sind strafbar und mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bedroht (§ 96 des Aufenthaltsgesetzes).

Die Verpflichtung umfasst die Erstattung sämtlicher öffentlicher Mittel, die für den Lebensunterhalt einschließlich der Versorgung mit Wohnraum und der Versorgung im Krankheitsfall und bei Pflegebedürftigkeit oder für die Ausreise der/des eingeladenen Ausländerin/Ausländers aufgewendet werden. Die Haftung besteht für die Zeit, für die die Verpflichtungserklärung gilt (ab Einreise für die Dauer des Aufenthalts). Erkundigen Sie sich bitte bei einer Versicherung nach der Möglichkeit eines Versicherungsschutzes für die eingeladene Person. Für die Erteilung eines Schengen-Visums ist eine Reisekrankenversicherung vorgeschrieben, die gegenüber der deutschen Auslandsvertretung (Botschaft bzw. Konsulat) nachzuweisen ist. Sofern öffentliche Mittel in Anspruch genommen werden und Sie Ihrer Verpflichtung zur Kostenerstattung nicht nachkommen sollten, werden die Kosten im Wege der Vollstreckung zwangsweise beigetrieben.

Verwaltungsvorschriften zu § 68 AufenthG


Bitte legen Sie folgende Unterlagen vor:

  • gültiger amtlicher Ausweis (Personalausweis/Reisepass)
  • aktuelle Einkommensnachweise (z.B. letzte 3 Verdienstabrechnungen, Rentenbescheid,
    bei Selbständigen und freiberuflich tätigen Personen: Gewinn- und Verlustrechnung des Steuerberaters)

Gebühr 25,- € 

Die/Der von Ihnen eingeladene Ausländer(in) muss eine Kopie der Verpflichtungserklärung anfertigen lassen und die Kopie sowie das Original im Rahmen des Visumverfahrens bei der zuständigen deutschen Auslandsvertretung (Botschaft bzw. Konsulat) vorlegen. Das Original erhält sie/er anschließend wieder ausgehändigt und sollte es bei Reiseantritt und während des Aufenthaltes im Bundesgebiet mit sich führen, damit sie/er es beim Grenzübertritt oder aus sonstigen Gründen auf Verlangen vorweisen kann.

In der Regel wird die Verpflichtungserklärung dort bis zu 6 Monaten ab Ausstellungsdatum anerkannt.    

Das Visum wird in der Regel für das gesamte Gebiet der Schengen-Staaten erteilt (Schengener Übereinkommen)

Inhaber eines gültigen Schengenvisums (Text im Visumetikett: "gültig für Schengener Staaten" in der jeweiligen Sprache des ausstellenden Staates) können sich im gesamten Schengener Raum bis zu 3 Monaten pro Halbjahr aufhalten, soweit dies durch die zulässige Nutzungsdauer des Visums abgedeckt ist. Das gleiche gilt für Inhaber der meisten nationalen Aufenthaltstitel sowie nationaler Visa der Kategorie "D", die von den jeweiligen Schengen-Staaten für längerfristige Aufenthalte von über drei Monaten ausgestellt werden. Für die anderen EU-Staaten, die keine Schengen-Staaten sind, wird ggf. ein gesondertes Visum benötigt.

Informationen zum Schengener-Abkommen

Für die Entscheidung über den Visumantrag ist ausschließlich die deutsche Auslandsvertretung (Botschaft bzw. Konsulat) zuständig.

Visaverlängerung

Verpflichtungserklärung für einen langfristigen Aufenthalt (mehr als 3 Monate)

Visakodex

 

Geschäftseinladungen   

Visumsanträge für Geschäftsbesuche sind unter Vorlage der Gewerbeanmeldung und förmlicher Einladung direkt über die zuständige deutsche Auslandsvertretung zu stellen.

Informationen der IHK Kassel

 

2002-2013