Informationen für Arbeitgeber zur Einstellung ausländischer Arbeitnehmer
Übersicht für Arbeitgeber

Das Aufenthaltsgesetz verpflichtet Arbeitgeber dazu, sich vor Aufnahme der Beschäftigung zu vergewissern, dass ihre ausländischen Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter dazu berechtigt sind.

In jedem Aufenthaltstitel ist vermerkt, ob und in welchem Umfang eine Arbeitsaufnahme erlaubt ist
(
Beispiel).

Es gibt die folgenden Auflagen: 

  • Beschäftigung gestattet:
    Mit dieser Auflage darf jede unselbstständige Tätigkeit (Beschäftigung) ausgeübt werden, sich aber nicht
    selbständig gemacht werden.
  • Arbeitsaufnahme nur mit Genehmigung der Ausländerbehörde.:
    Anträge auf Erlaubnis einer Beschäftigung sind an die Ausländerbehörde zu richten, sofern die Erwerbstätigkeit im Aufenthaltstitel nicht gestattet ist. Es wird dafür eine aussagekräftige Einstellungszusage oder besser einen Arbeitsvertrag benötigt.
    Das Formular Stellenbeschreibung muss vom Arbeitgeber ausgefüllt werden.

Weitere Möglichkeiten oder Einschränkungen der erlaubten Arbeitsaufnahme sind im jeweiligen Aufenthaltstitel konkret definiert.
Zum Beispiel Aufenthaltserlaubnis zum Studium: "Beschäftigung von bis zu 120 Tagen oder 240 halben Tagen im Jahr sowie zur Ausübung studentischer Nebentätigkeiten gestattet."

Der elektronische Aufenthaltstitel wird dann mit einem Zusatzblatt ausgestellt.


Jede beliebige Beschäftigung dürfen ausüben:


Eine konkret definierte Beschäftigung dürfen ausüben
  • Inhaber einer gültigen Aufenthaltserlaubnis, eines Visums, einer Fiktionsbescheinigung, einer Duldung oder einer Aufenthaltsgestattung mit der Nebenbestimmung, z.B. "Beschäftigung erlaubt als "..." bei "..." bis ...". Beachten Sie bitte, dass schon der Wechsel des Arbeitgebers eine erneute Zustimmung der Ausländerbehörde notwendig macht.

Informationen zum elektronischen Aufenthaltstitel für Arbeitgeber   

Vermerk zur Arbeitsaufnahme im eAT:

Der elektronische Aufenthaltstitel (eAT) wird - sofern nicht auf dem eAT vermerkt - mit einen Zusatzblatt ausgegeben, auf dem die Nebenbestimmungen z.B. zur Beschäftigung bzw. zur Erwerbstätigkeit des ausländischen Staatsangehörigen eingetragen sind.

Weitere Informationen zum elektronischen Aufenthaltstitel können Sie dem
Info-Flyer eAT - für Arbeitgeber entnehmen.

 

Zuständigkeit der Bundesagentur für Arbeit  
 
In Hessen führt die Ausländerbehörde das interne Zustimmungsverfahren mit folgender Stelle durch:

Bundesagentur für Arbeit
Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV)
Team 316
Fischerfeldstraße 10-12
60311 Frankfurt a. Main
 
Zentrale Rufnummer: (0228) 713 2000
Fax: 069 / 2171 910 2279
E-Mail: ZAV-Frankfurt.AE@arbeitsagentur.de

Standorte zur Durchführung des Arbeitsmarktzulassungsverfahrens
Arbeitsmarktzulassung - Informationen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Bitte berücksichtigen Sie, dass für diese Beteiligung eine gewisse Zeitdauer erforderlich ist. Eine Entscheidung der Ausländerbehörde zur Beschäftigung ist nur dann sofort möglich, wenn die Bundesagentur für Arbeit der Tätigkeit nicht zustimmen muss.
Welche Beschäftigungen zustimmungsfrei und welche zustimmungsbedürftig sind, können Sie der
Beschäftigungverordnung entnehmen.

Das Verfahren und die Zulassung von in Deutschland lebenden Ausländern zur Ausübung einer Beschäftigung ist in der Beschäftigungverordnung geregelt.

Beschäftigung nach der Beschäftigungsverordnung


Weitere Informationen:
Zulassung zum deutschen Arbeitsmarkt (ZAV)
Merkblatt: Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer (ZAV)
Fragen und Antworten zur Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer
Migration-Check
make-it-in-germany (Willkommensportal der Fachkräfteoffensive)

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